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Das
Basler
Barockopernensemble Pasticcio Renano: Ein Überblick
Gründung 2001 – Debut mit
„Arianna“
Das Basler Barockensemble „Pasticcio
Renano“ wurde im Jahre 2001 vom Musiker und Musikwissenschaftler Stefan
Brandt
gegründet. Nach gut einjähriger Aufbauarbeit konnte
„Pasticcio Renano“ im März
2002 im Theater Scala Basel sein erfolgreiches Debüt mit der
Opernproduktion
„Arianna“ nach Georg Friedrich Händel, Leonardo Leo und Nicola
Porpora geben
(Premiere Scala Basel, 1. 3. 2002. Leitung: Stefan Brandt; Regie: Klaus
Brömmelmeier; Bühnenbild: Regina Lorenz).
"Arianna"
nach G.F. Händel (2002) |
Die bei dieser Produktion gesammelten
Erfahrungen, das breite Medienecho und die positiven Reaktionen der
Sponsoren
waren der Ausgangspunkt unseres nächsten Projekts "Oreste" (Oper
von
Georg Friedrich Händel). Das Scala Basel unter seinem damaligen
Intendanten Don
Vollen bot sich an, diesmal als Co-Produzent zu wirken. Mit einem
wesentlich
grösseren Budget erweiterten sich die künstlerischen und
organisatorischen Möglichkeiten
beträchtlich. Gleichzeitig wurden an alle Mitwirkenden ungleich
höhere Anforderungen
gestellt, denen das Ensemble mit einer Professionalisierung der
Produktionsabläufe, sowie einer langfristigen Planung seiner
Projekte und
Schwerpunkte begegnete. Im Jahr 2002 wurde das Projekt "Oreste" mit
dem renommierten Förderpreis der Akademie „Musiktheater heute“ der
Deutschen
Bank ausgezeichnet.
Warum
"Pasticcio
Renano"?
Pasticcio -
Opern-„Pastete",
die aus bekannten Arien verschiedener Komponisten „zubereitet“ wurde.
So ist
der Name „Pasticcio Renano“ zugleich Programm: Auf solidem
musikhistorischen
Fundament soll ein weites Spektrum barocker Musik präsentiert
werden, das den
vergleichenden Blick auf unterschiedliche kompositorische Ansätze
im frühen 18.
Jahrhundert erlaubt. Zugleich stellt die Bezeichnung „Pasticcio Renano“
auch eine Referenz an den rheinischen Gründungsort Basel dar, der
aufgrund
seiner Aufgeschlossenheit gerade für die Alte Musik weitreichende
Möglichkeiten
des gegenseitigen Kennenlernens und Erfahrungsaustausches bietet.
Nach gut
zweijähriger
Vorbereitungszeit hatte „Oreste“ im März 2005 seine erfolgreiche
Premiere
(Scala Basel, 5. 3. 2005. Leitung: Stefan Brandt, Regie: Marc Hofmann,
Bühnenbild: Regina Lorenz). In den Besprechungen herrschte
Einigkeit über das
hervorragende musikalische Niveau, sowie den innovativen Charakter der
Inszenierung des Basler „Oreste“.
"Oreste"
von G.F. Händel (2005) |
Übers
Theater hinaus
Ein besonderes Anliegen
war uns bei "Oreste" die vernetzte Zusammenarbeit mit anderen
Institutionen der Region Basel. Vor und während der Produktion
haben wir zusammen
mit dem Lehrer Walter Wandeler sowie dem Basler Ordinarius für
Griechische
Philologie, Prof. Dr. Anton Bierl, eine Reihe von Workshops für
Schülerinnen
und Schüler des Gymnasiums am Münsterplatz durchgeführt.
In diesen wurden sowohl
der antike Oreste-Stoff erarbeitet als auch Ansätze unserer
Inszenierung von
"Oreste" vorgestellt und diskutiert. Stefan Brandt hielt ausserdem ein
Referat im Rahmen einer Weiterbildungsveranstaltung für Latein-
und
Griechischlehrkräfte. All diese Veranstaltungen fanden grossen
Anklang bei
Schülerinnen und Schülern sowie bei den beteiligten
Lehrkräften. Natürlich
freuten wir uns ganz besonders, alle beteiligten Schulklassen und
Lehrkräfte
und viele weitere von ihnen "Angesteckte" in unseren Aufführungen
im
Scala wiederzusehen. Dies zeigt uns, dass der Ansatz, über die
Grenzen des
Musikbetriebs hinauszublicken, gerade auch junge Menschen für die
Oper gewinnen
kann. Für die kommende Produktion sind deshalb wiederum ähnliche Veranstaltungen
vorgesehen.
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